Tauchphysik – praktisch erleben (ausführlich)

Am Samstag, den 28.03.2026, fanden die ersten beiden Durchgänge unserer Druckkammerfahrt bei der DLRG in Würzburg statt. Eine weitere Fahrt mit acht zusätzlichen Mitgliedern ist für Mitte April geplant.

 

Jeweils acht Taucher durften gemeinsam mit einer Begleitperson der DLRG auf eine simulierte Tiefe von 50 m gebracht werden. Im Vorfeld wurden die zugrunde liegenden physikalischen Prinzipien noch einmal aufgefrischt. Christoph von der DLRG vermittelte diese Inhalte mit großer Sachkenntnis, verständlich und praxisnah.

 

Dabei wurden unter anderem die Gesetze von Henry, Dalton und Boyle-Mariotte wiederholt und anhand anschaulicher Beispiele erklärt. Auch der Nutzen sowie mögliche Nebenwirkungen sogenannter Deep Stops wurden diskutiert. Besonders spannend war die direkte Anwendung dieses Wissens während der anschließenden Druckkammerfahrt. Zwar hat jeder Taucher diese Grundlagen bereits in seiner Ausbildung kennengelernt, doch die erneute Auseinandersetzung damit erwies sich als ebenso interessant wie wichtig.

 

Innerhalb von 25 Minuten wurden wir auf einen Umgebungsdruck von 6 bar gebracht, was einer Tauchtiefe von etwa 50 m entspricht. Diese Tiefe hielten wir für fünf Minuten, bevor wir – unter Einhaltung von Deep- und Dekompressionsstopps – langsam wieder „auftauchten“. Der Aufenthalt in der Kammer war nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Die fünf Minuten Grundzeit vergingen wie im Flug, und auch der gesamte „Tauchgang“ von rund 100 Minuten war schneller vorbei als erwartet.

 

Besonders eindrücklich waren die erlebten Effekte: veränderte Stimme, ein Gefühl wie „Watte im Kopf“, verzögerte Reaktionen, (un-)logisches Denken, veränderter Geschmackssinn, die Unfähigkeit zu pfeifen – und natürlich das obligatorische „Deko-Bier“ nur dieses Mal auf 3 m Tiefe.

 

Für den Fall von Problemen beim Druckausgleich oder bei Platzangst bestand jederzeit die Möglichkeit, den Tauchgang kontrolliert über die Vorkammer abzubrechen. Ein wichtiger Hinweis, da dies nicht zwangsläufig den Abbruch für die gesamte Gruppe bedeutet hätte.

 

Ein tolles Erlebnis für alle (Trocken-)Taucher! Unser herzlicher Dank gilt der DLRG Würzburg sowie den ehrenamtlichen Helfern Christoph und Georg.

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